Donnerstag, 6. August 2015

Panama

Das Weben auf einem Schulwebrahmen fand ich eigentlich immer ziemlich langweilig.

Mit einem Tischwebrahmen ist das schon was ganz anderes. Es gibt viel zu experimentieren und zu entdecken.

Mit meinem ersten Läufer war ich schon sehr zufrieden. Abgesehen davon, dass er etwas lang geworden ist und ich das Gewebe etwas locker fand.

Beim Durchstöbern einiger Bücher bin ich dann auf den Begriff "Panama-Bindung" gestossen.

Bei einer Panama-Bindung werden Kett- und Schußfäden einfach doppelt genommen.

Ich habe erst einmal ein kleines Probestück gewebt:


Das Gewebe fand ich super, also habe ich ein paar Tischsets mit dieser Bindung gemacht.


Dabei habe ich gleich mal mit Streifen und Karos experimentiert.

Ich hatte mir vorher nie Gedanken gemacht, wie viele unterschiedliche Karos man so weben kann. Kariert ist lange noch nicht kariert.

Hier ist mal eine Nahaufnahme von dem Gewebten:


Man erkennt ganz toll die doppelten Fäden.

Die Struktur ist im Endeffekt deutlich gröber als bei einer einfachen Bindung. Ich mag beides.


Alles Liebe, Anja


Donnerstag, 16. Juli 2015

Resteverwertung

Ich liebe es, Stoffe wild zu patchen und dann zu bunter Kleidung zu vernähen. Bisher habe ich das nur bei Kinderkleidung gemacht.

Aber mal ehrlich, das geht doch auch für uns grosse Kinder :-)


Ich habe mir einfach mal die Reste von meinem letzten Quilt geschnappt, wild gemixt und zu einem Rock zusammengesetzt. Den Schnitt habe ich aus der Ottobre 2/2015.


Da ich ihn etwas kurz finde, habe ich noch Leggins aus einem selbstgebastelten Schnitt dazu genäht. Der Stoff war noch von dem Shirt übrig geblieben.


Passend zum Shirt habe ich eine Maribell von Lila-Lotta aufgebügelt. Das hat mich nach dem Aufbügeln dann nicht mehr so begeistert. In grau oder rosa wäre es schöner gewesen. Abgesehen davon, sind die Stoffe von dem Rock noch etwas steif. Ich hoffe, sie werden durch häufiges Tragen etwas weicher.


Alles Liebe, Anja


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Mittwoch, 1. Juli 2015

Eine neue Herausforderung

Ab und zu muß ich mal was Neues ausprobieren.

Diesmal habe ich beschlossen, mich mit Weben zu beschäftigen. 

Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal Bänder gewebt, aber es geht noch mehr.

Ich habe mich für eine 60 cm breite Kromski Harfe entschieden.


Der Webrahmen sieht nicht nur toll aus, man kann auch tolle Sachen damit machen.


Glücklicherweise gibt es im Internet viele tolle Anleitungen, wie man so einen Webrahmen bespannt. Ich sage Euch, das ist eine Wissenschaft für sich. Man beginnt damit, die Kette zu schären (hört sich doch schon sehr professionell an, oder?)


Anschließend wird der Webrahmen dann bespannt.


Bis es dann soweit war, dass ich mit Weben beginnen konnte, waren schon einige Stunden vergangen.


Das Weben an sich fand ich dann schon fast meditativ.


Bevor man loslegt, muß man sich ausrechnen, wie lang die Kette sein muß und wie viele Kettfäden man braucht.


Mit der Breite habe ich das ganz gut hinbekommen. Über die Länge bin ich hinweggegangen und habe die Kette einfach so geschärt, wie das in dem Video gemacht wurde. Jetzt ist mein Tischläufer 2,5 Meter lang :-)

Aber so kann ich ihn auch prima auf den ausgezogenen Tisch legen :-)

Und wißt Ihr was?

Weben ist toll. So einen Tischwebrahmen kann man überhaupt nicht mit einem Schulwebrahmen vergleichen. Ich bin begeistert.


Alles Liebe, Anja